Evangelischer Krankenpflegeverein Hedelfingen

  • wirkt als Förderverein für die Diakoniestation Evangelischer Kirchenkreis Stuttgart, unterstützt die Diakoniestation finanziell und ideell
  • hilft dadurch mit, dass gut ausgebildete Fach- und Pflegekräfte für die Patientinnen und Patienten tätig sein können – auch über die Leistungen hinaus, die die Pflegeversicherung abdeckt („Diakonie plus“)
  • unterstützt wie in den Vorjahren Leistungen der Haus- und Familienpflege
  • fördert wie in den Vorjahren die Sturz-Prophylaxe-Gruppe im Emma-Reichle-Heim.
  • informiert (z. B. im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung) über aktuelle Fragen im pflegerischen und sozialpolitischen Bereich
  • feierte 2010 sein 100. Jubiläum.

Flyer des Krankenpflegevereins (PDF, 84 KB)

Vorsitzender: Pfarrer Wilhelm Kautter
Rechnerin: Karin Lindermayr

Konten des Krankenpflegevereins:
Volksbank am Württemberg: IBAN DE 91 6006 0369 0026 8110 06, BIC GENODES 1 UTV

Kontakt und Info: Ev. Pfarramt Hedelfingen

Krankenpflegeförderverein Rohracker-Frauenkopf

Der Vorstand des Krankenpflegefördervereins:

1. Vorsitzende: Pfarrerin Renate Kleinmann
2. Vorsitzender: Herr Philip Kurz
Rechnerin: Frau Anke Zürn
Vorstandsmitglied und Protokollführerin: Frau Elfriede Kern
Vorstandsmitglied: Frau Erika Wißmann
Vorstandsmitglied: Frau Rose-Marie Hennemann
Vorstandsmitglied aus dem KGR: Frau Anke Präger

Externe Rechnungsprüfer: Herr Volker Weber und Frau Ilse Bodenhöfer-Frey

Konten:

BWBank Stuttgart:      IBAN: DE17 6005 0101 0002 9901 63,  BIC: SOLADEST600
Stuttgarter Volksbank: IBAN: DE06 6009 0100 0041 0820 01,  BIC: VOBADESSXXX

Aus der Gemeinde …

Freiwilliges Soziales Jahr für Pflegebedürftige in unserer Gemeinde

Luisa macht zurzeit ein „FSJ“ in der Diakoniestation Hedelfingen. Zu ihrem Einsatzgebiet gehören auch Rohracker und der Frauenkopf. Philip Kurz hat für den Evangelischen Krankenpflege-Förderverein Rohracker-Frauenkopf mit Luisa und Christine Bareiss von der Diakoniestation gesprochen.

Luisa, was ist das eigentlich, ein „Freiwilliges Soziales Jahr“?

Luisa: Ein FSJ ist ein Freiwilligendienst. Man macht den, um anderen zu helfen, z.B. indem man sich um Menschen kümmert, die Pflege brauchen. Es ist eine tolle Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und soziale Kompetenzen zu erwerben, die einem nützen. Und ich lerne auch noch Deutsch dabei! Ich bin nämlich aus Bogota in Kolumbien.

Wie setzen Sie Luisa ein, Frau Bareiss?

Frau Bareiss: Luisa ist eine sehr verantwortungsbewusste und gewissenhafte junge Frau! Sie macht ihre eigene Tour zu unseren Patienten und tut Dinge, die wir ohne sie nicht leisten könnten. Sie ist vor allem dazu da, mehr Zeit für die Patienten zu haben. Sie geht mit ihnen spazieren, hilft mit dem Haushalt oder unterstützt unsere Pflegekräfte. Oft sind es aber gar keine bestimmten Aufgaben, sondern einfach Reden und eben die Seelenpflege, die so wichtig ist.

Was ist für Dich bei Deiner Arbeit am wichtigsten?

Luisa: Die Kommunikation mit den Patienten und dass ich für Menschen da sein kann. Die sind ja alle sehr verschieden und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Manche reden gerne, manche sind eher fröhlich, manche traurig. Es ist wichtig, dass man Geduld hat. Und es ist so toll, was man zurückbekommt! Ich denke manchmal: „Ich tue so wenig“, aber für die ist das oft schon sehr viel! Es ist schön, dass man Beziehungen aufbauen kann. Es geht ja nicht um die Verrichtung einer Arbeit, sondern um die Menschen! 

Wird man neben seinen Einsätzen auch weitergebildet?

Frau Bareiss: Na klar. Luisa hat 25 Seminartage pro Jahr. Da werden auch Themen angeboten, wie Essen und Ernährung, moderne Medien oder auch Religion und Politik.

Luisa: Wir waren z.B. im Landtag und konnten mit Abgeordneten sprechen! Es gibt für uns FSJ-ler auch Seminare über Infektionsschutz, palliative Medizin bis hin zu Sterbehilfe. Ich konnte sogar ein Fahrsicherheitstraining im Winter machen, da ich bei der Arbeit ja zum Beispiel auch den Speidelweg rauf und runter fahren muss. In den Seminaren kann ich auch meine Erfahrungen mit anderen FSJ-lern austauschen. Auch gemeinsame Ausflüge gehören dazu.

Wieviel musst Du arbeiten? Und gibt’s dafür auch Geld?

Luisa: Ein FSJ ist ja kein normaler Job sondern ein Freiwilligendienst. Deshalb gibt es auch die 25 Seminartage. Außerdem lässt mich Frau Bareiss an Wochenenden und Feiertagen nicht arbeiten. Urlaub habe ich wie die anderen. Ansonsten bin ich jeden Tag quasi in Vollzeit im Dienst und bekomme 450 € im Monat dafür. Natürlich bin ich hier auch krankenversichert und meine Zeit wird für die Altersvorsorge angerechnet.

Die Diakoniestation braucht dringend eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Luisa. Außerdem gibt es vom Krankenpflege-Förderverein Rohracker-Frauenkopf das Angebot, eine zusätzliche FSJ-Stelle zu finanzieren (zusätzlich zur Förderung von „Diakonie plus“, mit dem der Krankenpflege-Förderverein besondere Zuwendungen finanziert, die nicht von der Pflegeversicherung übernommen werden).

Frau Bareiss: Bezogen auf unser Team und unsere Patienten macht es sehr viel Gutes aus, wenn ein junger Mensch dabei ist. Junge Menschen haben oft ganz besondere Kompetenzen im Umgang mit Pflegebedürftigen. Es wäre wirklich wunderbar, wenn wir Bewerberinnen und Bewerber bekommen, die als FSJ-ler bei uns sein möchten. Leider stehen die in der Pflege nicht gerade Schlange, um das mal vorsichtig zu sagen.

Luisa: Vielen erscheint ein FSJ im Kindergarten oder in Umwelt-Projekten attraktiver als in der Pflege. Ich kann nur sagen: für mich lohnt sich jeder Tag und was ich hier an Sozialem, Kulturellem und auch Seelischem lerne, würde ich ohne den Umgang mit den Menschen die Pflege brauchen, nicht bekommen.

Frau Bareiss und Luisa, wir danken Ihnen/Dir für das interessante Gespräch!

 

Es werden dringend junge Menschen gesucht, die ihr FSJ bei der Diakoniestation Hedelfingen machen möchten. Wenn Sie einen jungen Menschen kennen, der dafür in Frage käme, erzählen Sie ihm davon!

Der Starttermin und die Dauer (zwischen 6 und 18 Monaten) können individuell vereinbart werden. Während eines FSJ wird das Kindergeld weiter gezahlt, es macht sich hervorragend im Lebenslauf und zählt sogar als Wartesemester für einen Studienplatz.

Bewerbungen nimmt die Diakoniestation Hedelfingen unter c.bareissdontospamme@gowaway.ds-stuttgart.de entgegen. Ebenso die Diakonie Württemberg unter www.ran-ans-leben.de/freiwilligendienste/fsj.

Übrigens: Bei Bewerbern für die FSJ-Stellen spielen Interesse an sozialem Engagement, Teamfähigkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit die Hauptrolle. Ein bestimmter Schulabschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft oder eine bestimmte Religions- / Konfessionszugehörigkeit sind nicht erforderlich.

Der Evangelische Krankenpflege-Förderverein sieht seine Aufgabe als Auftrag zur Ausübung christlicher Nächstenliebe. Seine Leistungen werden unabhängig von Religions- oder Konfessionszugehörigkeit gewährt. Mitgliedsbeiträge und Spenden werden gerne angenommen:

Stuttgarter Volksbank eG, IBAN: DE06 6009 0100 0041 082001, BIC: VOBADESS