Geschichte der Bernhardskirche

Die Bernhardskirche ist ein besonders schönes Beispiel spätgotischer Dorfkirchenarchitektur.

Entstanden ist sie in einer Zeit des Kirchenbaus in Altwürttemberg, im 15. Jahrhundert und in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts.

Von welchem Baumeister die Bernhardskirche entworfen wurde, kann nur vermutet, aber nicht mehr mit Sicherheit ausgesagt werden. Aufgrund der 4 Kopfkonsolen in der Sakristei, die es auch als Darstellung in anderen Bauten gibt, nahm man an, dass es Aberlin Jörg war, der berühmte Baumeister in Stuttgart.

Bevor die Bernhardskirche gebaut wurde, gab es eine kleine Kapelle im Ort mit Begräbnisstätte. Erst 1440 erhielt Rohracker eine eigene Meßpfründe ohne ordentliche Seelsorge, d.h. war noch nicht ganz selbständig, sondern wurde von Wangen aus versorgt.
Am 27. August 1447 genehmigte der Konstanzer Bischof in einem Vertrag die Errichtung einer ordentlichen Pfarrei. Ausdrücklich werden nicht nur der Bau der Kirche, sondern als Zubehör auch der Glockenturm mitsamt Glocken erwähnt. Die Kirche entstand über Jahrzehnte in mehreren Bauabschnitten.
Die Kirche bekam den Namen St. Bernhard vermutlich deshalb, weil das Kloster Bebenhausen, ein Zisterzienserkloster, in Rohracker Besitz und Rechte hatte.

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