Die Passionszeit beginnt – a schwäbische Andacht

„Oma, wer kriagt denn älle die schene Sache hier, wenn ihr gschtorba seid?“ So frogt dr siebajährige Enkel ond sei Blick heftet sich streng uff dr Fernsehapparat. So a Frog isch en dem Alter wohl ebbes Wichtigs. So a Frog brengt oin zom Nachdenka. Was bleibt denn, wenn mr nemme isch? Besser
als en Fernsehappart dät mir gfalle, wenn er em Gedächtnis hätt, so Sätz, wie i se emmer sag: „S'macht nix, wenn mr was net woiß, aber s´macht was, wenn mr sich net ostrengt.“
Oder: „Schtreita isch net schlemm ond manchmol sogar notwendig. Aber s'isch schlemm, wenn mr sich net wieder verträgt.“ Des wär für mi a schees Erbe.

En dr Bibel schtoht, was ons dr Herr Jesus vererbt hot. Drbei sen net bloß Schprüch, sondern au Sacha, die mr macha ka. Beim Abendmahl zom Beispiel. An des letschte mit seine Freind, do dra erinneret mir ons am Gründonnerschtich.

Drom will i euch heit die Gschicht verzähla.

S'war s Passahfescht bei de jüdische Leit. A großes ond heiligs Fescht. Do erinnert mr sich au heit no an dr Auszug aus Ägypta. Mr hot au domols zamma g'essa ond dronka. Net bloß irged ebbes, sondern genau des, was dr Herr einscht befohla hot. Mr hot a Lamm g'schlachtet zur Erinnerung. Do drzua hen se solla aus dem grad o'gsetzta Teig Flada backa. Ungesäuertes Brot, heit no schmeckat die Mazza – also des Brot- grad wie Papier. Des älles hen se doa, weils dr Herr befohla hot. Se trenkat au en Becher Wei zur Erinnerung. Hot doch Gott au befohla, dass mit dem Blut von dem Lamm die Türpfoschta eig'stricha werdet. Denn en dr Nacht isch dr Engel durchs Land ganga ond hot älle Erschtgeborene ombrocht, bloß dort net, wo er des Zeicha Gottes g'seha hot.

En dem Durchanander hot des jüdische Volk loswandra kenna en d'Freiheit. Dr Mose isch vorne weg ganga.
Des isch also der Grond für des Passahfescht. Do drmit hot die Befreiung aus dr Sklaverei ogfanga.
Jeds Johr wird's g'feiert, des Fescht. Au dr Herr Jesus hot domols seine zwoi beschte Freind ausg'schickt, om en Saal zom fenda, wo se hen zamma feira kenna. Dr Petrus ond dr Johannes, dia waret's. Die hen älles vorbereitet.
Ond na sen se also älle beianander g'wä, Jesus ond älle seine zwölf Freind. Ond älles war so, wie s'hätt solla sei. Bloß oiner isch dag'hockt mit Herzrasa ond ma Glomba em Bauch. Mit rote Ohra ond ma verbissena Gsicht. Fascht hätt mr em Judas seine schwere Gedanka höra kenna: „Heit mache's!
Dr Meischter muass doch endlich handla! Koi Mensch hält des no länger aus.
Er muass die Sauhond von Römer aus em Land jaga ond sei himmlisches Friedensreich errichta. Er muass! I zweng en! Heit Nacht verrat i ihn an die Römer ond an die Kirchaobere. Dann ka er nemme andersch!“

En dr Zwischazeit isch Jesus aufg'schtanda ond hot g'sagt: „I woiß, dass oiner onder ons isch, der mi heit Nacht no verrata wird. Aber älles wird so komma, wie's komma muass.“ Drabei isch er ganz ruhig blieba.

Die Jünger aber, die waret zemlich verwondert ond hen anander voller Schrecka g'frogt: „S'werd doch net i sei?“ Denn wer woiß scho g'wieß, zu was er fähig isch.

No hen se gessa ond Jesus hot des Brot gnomma ond hot's verteilt ond g'sagt: „Nemmet´s ond esset´s des isch mei Leib.“ Dann hot er au den Becher Wei g'nomma: „Nemmet ond trenkat au draus, des isch mei Blut. Es wird vergossa als Zeicha von ma neua Bund, den Gott mit de Menscha schließt. Er vergibt euch eure Sünda. Brot ond Wein sollet euch immer an des Mahl heut erinnera, denkat drbei an den neua Bund! Euch send eure Sünda vergeba!“

Dr Judas hot vielleicht denkt, er hört net recht. „Vergebung der Sünden! Des ka doch net sei! I reiß des Rad no rom. I zweng en zum Handla. Jetzt!“

Ond domit isch er nausg'schlicha.

Zom Abschluss von dem Mahl hen se dr Lobpreis ag'schtimmt. Mitnander sen se naus zum Ölberg marschiert in den Garta Gethsemane. Dort hot Jesus beta wella.

"Das tut zu meinem Gedächtnis." Des hot ons Jesus als Erbe ond Nachlass g'schenkt. In seim Nama Brot brecha ond en Schluck Wei trenka. En dr Gemeinschaft. Ond des älles mit dem Zuschbruch: Euch sen eure Sünda vergeba. Mir sen meine Sünda vergeba!

Im Vateronser hoißt's „Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ Des g'hert, glaub i, drzua. Ond wenn ihr euer Viertele Rohräcker oder Hedelfenger oder au en andra guata Wei genüsslich drenkat, no verschwendet vielleicht oin Gedanka grad do druff.
Nemme Aug om Aug, en neuer Bund.

Herzliche Grüße
Ihre Renate Schlüter

Freiwilliger Gemeindebeitrag/Kirchentaler 2021 für die Gesamtkirchengemeinde Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf

Kreuzkirche Außenansicht (Foto: F. Monheim)

Vier Projekte stehen in diesem Jahr zur Auswahl:  

Projekt 1: Kreuzkirche in Hedelfingen

Bei der Kreuzkirche müssen wir „dranbleiben“ und einige Risse in den Wänden beobachten – in der Hoffnung, dass sie sich nicht vergrößern. Außerdem stehen Putzausbesserungen am Turm an, am Vordach beim Seiteneingang der Sakristei sind Reparaturen notwendig, außerdem müssen die Fenster gestrichen werden. Bisher alles noch keine richtig großen Maßnahmen, aber wie immer bei Reparaturen – sie summieren sich und müssen rechtzeitig erledigt werden, bevor größere Schäden auftreten. Außerdem verteuern sich die Maßnahmen durch die Denkmalschutzvorschriften sehr. Mit Ihrer Spende für dieses Projekt helfen Sie uns bei der Instandhaltung der Kreuzkirche.

 

 

Pavillion (Foto E.Schmidl)

Projekt 2: Pavillon in Rohracker

Das Wichtigste ist geschafft: der Pavillon hat ein neues Dach und so sind wir wieder „sicher beschirmt“. Auch innen wurde schon einiges renoviert und verschönert – so wurde zum Beispiel der große Saal in ehrenamtlicher Arbeit gestrichen, was uns etliche Kosten erspart hat – danke! Einige Dinge stehen noch aus – Instandsetzungs- und Anstricharbeiten an der Fassade und an Fenstern und die Instandsetzung der Böschung zum Nachbargrundstück. Keine „Luxusmaßnahmen“, sondern notwendige Sanierungen zur Erhaltung des Gebäudes. Sprich: wir bitten auch in diesem Jahr um Spenden für die Sanierung des Pavillons.

 

 

Frauenkopfkirche (Foto E.Schmidl)

Projekt 3: Frauenkopfkirche auf dem Frauenkopf

Glücklicherweise sind keine größeren Renovierungsarbeiten an der Frauenkopfkirche notwendig – immer wieder aber gibt es notwendige kleinere Reparaturmaßnahmen, um unsere Frauenkopfkirche gut instand zu halten und sie als Gottesdienstort und Veranstaltungsort für den Frauenkopf zu erhalten. Wenn Ihnen dies am Herzen liegt, bitten wir um eine Spende für die Frauenkopfkirche.

 

 

Projekt 4: Allgemeine Gemeindearbeit für die Gesamtkirchengemeinde Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf

Dies ist eigentlich kein Projekt, sondern die Unterstützung unserer alltäglichen Gemeindearbeit mit ihren Aktivitäten und Veranstaltungen sowie ihren Gruppen und Kreisen.  Da wir in Corona-Zeiten weniger Einnahmen haben, sind wir besonders dankbar, wenn wir hier zusätzliche Spenden bekommen. Mit Ihrer Spende erweitern Sie unseren finanziellen Spielraum dafür „wo’s fehlt“ .

Dem Gemeindebrief liegt ein Überweisungsformular bei, auf dem Sie das von Ihnen bevorzugte Projekt eintragen können. Sie erhalten für Ihre Spende eine Spendenbescheinigung, die Sie dem Finanzamt bei der Steuererklärung vorlegen können.

Vielen Dank allen, die durch ihre Spenden, aber auch durch ihre Kirchensteuer unsere Gemeindearbeit vor Ort und in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg unterstützen!

Pfarrerin Renate Kleinmann, Kirchenpflegerin Anke Zürn und der Gesamtkirchengemeinderat Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf

Kreative Blüte in Corona-Zeiten … die Liebe feiern

Wie wäre es zum Wonnemonat Mai mit einem Candle-Light-Dinner für Verliebte?Je nach Coronalage können Sie dies zuhause zelebrieren oder auswärts – Ehe und Beziehung ist ein wertvoller Lebensentwurf, wir wollen diesem bewußt einen Platz einräumen. Ob Sie sich erst seit kurzem kennen oder schon ein langes Leben miteinander geteilt haben, es ist gut, die Ehe und Beziehung zu feiern.Dazu habe ich ein Herzenspaket für Sie geschnürt, dass Sie sich bei mir anfordern können. Darin enthalten sind Gesprächsimpulse zwischen den Gängen, Herzenssachen, die die Facetten der Beziehung zum Leuchten bringen und ein Segen für Sie als Paar zum Abschluss!

Was Sie brauchen:

- einen entspannten Abend mit Zeit zu zweit…

- ein schönes Ambiente zuhause mit Kerzen und angenehmer Musik oder auswärts….

- je nach Belieben ein 3-5-Gänge-Menue (für zuhause: bestellen oder selber kochen)

- das Herzenspaket (anfordern ab sofort beim Diakonat.Stuttgart.HRFdontospamme@gowaway.elkw.de

oder Tel. 489 06 30, mobil 0172/6906084)

Ganz viel Herz und Freude für diese wertvolle Zeit wünscht Ihnen

Ihre Gemeindediakonin Ulrike Lung-von Schütz