Stellenausschreibung Pfarramtssekretärin in Hedelfingen

Die Evangelische Kirchengemeinde Stuttgart – Hedelfingen sucht für das Büro im Pfarramt zum 1.11.2020 einen Mitarbeiter (m/w/d) mit einem unbefristeten Beschäftigungsumfang von 22,5% (9 Wochenstunden)

Ihr Aufgabengebiet umfasst: 

-        Allgemeine Sekretariatsarbeiten

-        Anfragen und Auskünfte bearbeiten

-        Publikums-, Telefon- und Mailverkehr

-        Terminkoordination und Führung des Gemeindekalender

-        Archivierung von Protokollen der kirchlichen Gremien

-        Mitwirkung bei Erstellung und Verteilung des Gemeindebriefs

-        Erstellung von Liedblättern, Plakaten usw. für Gottesdienste

-        und Veranstaltungen

-        Aktualisierung der Schaukästen und Schriftenständer

-        Gegenseitige Vertretung zwischen den Sekretariaten Rohracker/Frauenkopf und Hedelfingen

 

Folgende Voraussetzungen sollten Sie insbesondere mitbringen:

  • abgeschlossene Sekretariats- oder Verwaltungsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung vorzugsweise im Bürobereich

  • Bereitschaft zur Weiterbildung und Teilnahme am Einführungskurs für Pfarramtssekretärinnen

  • Gute EDV-Kenntnisse (MS-Office)

  • Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die kirchliche Datenverarbeitung einzuarbeiten

  • Kommunikations- und Organisationstalent sowie Teamfähigkeit

  • Eine freundliche Art im Umgang mit Menschen

 

Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen erfolgen gemäß Kirchlicher Anstellungsordnung (KAO/TVöD).

 

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.

 

Wir erwarten grundsätzlich die Mitgliedschaft in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg oder einer anderen Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland.

 

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31. Juli 2020 an das Evangelische Pfarramt Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf, Rohrackerstr. 254, 70329 Stuttgart. Für Fragen steht Ihnen Frau Pfarrerin Renate Kleinmann zur Verfügung (Tel. 0711/426181).

Aktuelles zu unseren kirchlichen Veranstaltungen und Angeboten

„Was kommt? Was bleibt?“ – heißt es in Modezeitschriften zu Beginn einer neuen Saison. Was man bei der Mode vielleicht schon sagen kann, können wir leider im Bereich unserer Veranstaltungen und Angebote nur sehr beschränkt sagen. Leider gibt es immer noch mehr, was nicht kommen kann, obwohl es geplant war: unter anderem der Diakoniesonntag mit dem traditionellen Diakonieessen in Rohracker, das Sommerfest in Hedelfingen, die Frauenkopfhocketse im Kirchgarten auf dem Frauenkopf und der Kirbegottesdienst in Hedelfingen. Auch die geplante Veranstaltungsreihe zum 90-jährigen Jubiläum der Kreuzkirche muss leider verschoben werden.
Auch unsere regelmäßigen Angebote für Kinder und Erwachsene können leider noch nicht stattfinden (Stand Redaktionsschluss am 8. Juni). Bitte schauen Sie in den Schaukasten und auf unsere Homepage. Dort werden wir Sie informieren, wenn Veranstaltungen, Gruppentreffen oder auch die Kinderkirche wieder möglich sind. Was bleibt? Gott sei Dank dürfen wir wieder Gottesdienste feiern – zwar mit gewissen und teilweise auch schmerzlichen Beschränkungen wie dem „Singverbot“, aber doch so, dass wir uns wieder sehen, gemeinsam beten und Gottes Wort verkündigen und hören dürfen. Und auch wenn wir nicht selbst singen dürfen – wir dürfen die alten und neuen Lieder und Choräle doch – manchmal sogar bewusster als früher – hören und uns an ihnen freuen.
Was bleibt? Die Zusage Jesu Christi, dass er an jedem Tag bei uns ist – in unserer Gemeinschaft und bei jedem einzelnen.


Pfarrerin Renate Kleinmann

Frauenkreis in Coronazeiten – schwäbisch-biblische Impulse nicht nur für Frauen

Der Frauenkreis im Mai hätte sich mit biblischen Geschichten in der schwäbischen Mundart befasst. Darum will ich Ihnen heute meine Gedanken und meine Geschichte aufschreiben.

Nicht zuletzt auf schwäbisch, weil es hier so wunderbare Wörter gibt wie „lommelich“ oder Schimpfwörter wie „sapperlott“, was so viel hoißt wie „haidanai“.
Es war ja die Frage, zu welcher biblischen Geschichte „Jetzet isch´s aber gnuag!“ passen könnte.
Sicher sind Ihnen viele Geschichten dazu eingefallen, denn Jesus hat oft einem unhaltbaren Zustand ein Ende gesetzt und einen Neuanfang ermöglicht.
Coroana hot ons also ausbremst. I zähl zur Risikogruppe, weil i scho zemlich alt ben. Des muaß mr erscht mol schlucka, wo doch mei Alter eigentlich en Fehler vom Amt isch, so denk i älls. Aber do isch mr grad die folgende Gschicht eigfalla:
Zu Jesu Zeita hot die schrecklichschte Kranket „Aussatz“ ghoißa. Mr hot koi Heilmittel ghet ond sie war au überaus asteckend. Mr war absolut machtlos.
Ond do hot mr oifach di Aussätzige ausgschlossa aus dr Gsellschaft. Sie hen en Höhla ghaust ond mr hot se bloß notdürftig versorgt, weil älle Angscht kett hen vor dr Aschteckung.
Die Omas ond Opas hen müaßa ganz alloi zrecht komma. Männer ond Fraua hen für koin me sorga kenna, koi Gschäft, net amol a gscheite Bettelei war erlaubt.
Wenn se hen doch amol naus ganga wella aus ihrem abgrenzta Bereich, no hen se schreia müssa:“Aussatz! Aussatz!“ Ond elle andere sen auf die ander Schtroßaseit ausgwicha.
Die Aussätzige hen net beta dürfa en dr Synagoge ond s´ senga isch ihne scho lang verganga gwesa.
Aber manchmol hen sich dia Kranke zammagschlossa, damit se net gar so alloi waret. Selbscht so en Ausländer ond Heide wie dr Samariter hot bei nen bleiba dürfa.
Ond do treffat zehn solche Aussätzige auf Jesus. „Hilf ons, Herr! Hilf ons! S´ísch wahrhaft gnuag!“ Ond Jesus. Er macht des, was er emmer duat. Er guckt gnau no. Er sieht wie schlecht es dene goht. „I glaub, für euch ischs jetzat wirklich gnuag. Gnuag Schmerza, gnuag Leid, gnuag alloi sei,“ hot er voll Mitleid gsait ond hot se älle zehn gsond gmacht.

Au den Samariter, den Heida, die Alte ond de Jonge, egal wer grad bei der Gruppe drbei war. Ond se sen zrück en ihr alts Leba. Bloß oiner, dr Samariter hot dankschee gsait ond hot Gott globt ond priesa ond hot vielleicht a anders Leba agfange. Mir wissat´s net, aber s´wär schee.
Doch Jesus hot zu nem gsait: „Stand uff und gang, dai Glaube hot dir g´holfa.“
Was für a Wort.
Gsond dätet mir gern bleiba ond au mit de andere was onternemma.
Ond glauba, dass Gott bei ons isch, au wenn mr alloi sei müaßet und onser Seele manchmal ganz trüb wird, des derfet mr en jedem Fall. Des sehn mir au an de Leit, die ons arufet ond helfet oder oifach an ons denket.
Do drfür kennet mr echt au danka.
S´wär recht, s´wär jetzat gnuag! Bleiben Sie alle gesund und behütet!


Ihre Renate Schlüter